Vor einigen Jahren waren Flatrates im Mobilfunkbereich undenkbar. Doch 2005 machte Eplus mit Base den ersten Schritt. Ab sofort gab es netzinterne Flatrates zu Preisen, die auch für den Durchschnittsbüger kein Problem mehr darstellten. Die Entwicklung ging natürlich rasant weiter und so bietet heute jeder der vier großen Netzanbieter nicht nur eine netzinterne Flatrate, sondern auf Wunsch auch eine All-Inclusive-Flatrate, die neben dem Festnetz den kompletten deutschen Mobilfunkmarkt in Bezug auf Telefonie abdeckt.
Doch welcher Anbieter hat die attraktivsten Konditionen?
T-Mobile
Max Flat L nennt T-Mobile sein Angebot. Für 79,95€ erhält man die begehrte Sprachflatrate. Wer ein Handy zum Vertrag erhalten möchte, muss einen monatlichen Aufpreis von 10€ berappen. SMS kosten 19Cent. Wahlweise bekommt der Kunde die sonst kostenpflichtige (4,95€ pro Monat) Option T-Mobile@home Single gratis dazu. Durch diese erhält man ähnlich wie bei Genion von O2 eine Homezone, in der man kostengünstig per extra eingerichteter Festnetznummer erreichbar ist.
Vodafone
Vodafones SuperFlat Allnet ist mit oder ohne Handy buchbar. Die Preise sind mit denen von T-Mobile identisch, somit schwankt die monatliche Grundgebühr zwischen 79,95€ und 89,95€. Allerdings ist bei Vodafone auch innerdeutsche Videotelefonie enthalten. Ein Argument, was vor allem für Geschäftsreisende mit Familie wichtig sein kann, denn ein Bild sagt schließlich mehr als 1000 Worte.
SMS kosten 19 Cent.
Auf Wunsch ermöglicht auch Vodafone eine im Handyvertrag integrierte Festnetznummer in einem zuvor festgelegten Zuhause-Bereich.
E-Plus/Base
E-Plus selbst bietet keine Flatrates an. Dafür ist die Tochterfirma Base zuständig.
Der Flatratepionier nennt seinen All-In-Tarif simpel Base 5 und berechnet dafür 75€ monatlich. Der Aufpreis für ein mitgeliefertes Handy ist vom gewählten Modell abhängig.
Negativ zu erwähnen ist, dass der Anschlusspreis 35€ beträgt und somit 10€ höher als bei den Mitbewerbern liegt. Es gibt jedoch leider noch mehr Kritikpunkte: Sollte man den Vertrag nicht schon nach 12 Monaten verlängern wollen, erhöht sich die Grundgebühr um 5€. Verlängert man, erhält man jene 5€ als “Treue-Bonus”. Vermutlich möchte man somit die Kunden schon frühzeitig an Base binden. Man sollte bereits bei Vertragsabschluss 5€ höhere Grundgebühr mit einkalkulieren um auf Nummer sicher zu gehen.
Videotelefonie, als auch eine Homezone sind nicht Bestandteil der Flatrate.
O2
O2 bietet ein faires Angebot: 75€ pro Monat (bzw. 80€ mit Aktionshandy oder 85€ mit Top-Handy) kostet der Tarif O2 Genion XL. Darin ist neben den Sprachflatrates auch wieder eine Homezone enthalten, Videotelefonie bleibt kostenpflichtig.
Der Preis für SMS beträgt 19 Cent.
Fazit
Welchen Tarif sollte man wählen? Vodafone hebt sich vor allem durch die integrierte Videotelefonie ab, welche T-Mobile trotz gleichhoher Grundgebühr nicht bietet. O2 ist monatlich 5€ günstiger und bietet inzwischen ebenfalls ein sehr gut ausgebautes Heimatnetz. Base dagegen wird bei Nutzung des Treue-Bonus ebenfalls sehr günstig, lässt jedoch die Homezone vermissen.
Rein rationell ist Base die schlechteste Wahl. Das gesamte E-Plus Netz ist vor allem im Bereich Datenübertragung nicht mehr auf der Höhe seiner Konkurrenz.
Meine Empfehlung: Videotelefonierer und solche, die es werden wollen, greifen zu Vodafone. Sparfüchse wechseln zu O2.
Aber Achtung, durch Sonderaktionen der Netzbetreiber kann es preislich zu deutlichen Abweichungen kommen und so die Karten völlig neu mischen.


Noch keine Kommentare zu diesem Artikel. Gib hier deine Meinung ab!