Am heutigen Nachmittag wurden durch die EU in Straßbourg neue Preisobergrenzen für SMS und Datenübertragungen aus dem europäischen Ausland festgelegt.
Für den Fall, dass das EU-Parlament und alle zuständigen Minister diesen Plänem zustimmen, gelten ab dem 1. Juli 2009 folgende Preisobergrenzen:

SMS dürfen zukünftig maximal 11 Cent zuzüglich Mehrwertsteuer kosten. Die Ersparnis ist hier besonders hoch, bezahlt man derzeit doch 29 bis 80 Cent.
Die Kosten für Datenverbindungen sollen ab Juli nur noch 1€ pro Megabyte (ohne Mwst.) betragen. Das ist weniger, als man noch vor 2-3 Jahren für die gleiche Leistung im Inland bezahlen musste. 2010 sinken die Gebühren auf 80 Cent, 2011 sogar auf 50 Cent pro Megabyte.

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, eine Gebührenobergrenze für den eigenen Vertrag einzuführen. So kann man veranlassen, dass alle Gespräche automatisch getrennt werden, sobald die Monatsrechnung einen Betrag von beispielsweise 60€ übersteigt. Ein nützlicher Service, um böse Überraschungen nach dem Urlaub zu vermeiden.

Eine Preissenkung für Telefonate aus dem EU-Ausland erfolgt am 30. August diesen Jahres.
Ankommende Gespräche werden von 22 aud 19 Cent pro Minute gesenkt, abgehende von 46 auf 43 Cent pro Minute. Hier kommen 2010 und 2011 ebenfalls weitere Preisrunden zum Tragen, welche die Preise auf 39 und 15 beziehungsweiße 35 und 11 Cent pro Minute absenken (alle Angaben ohne Mehrwertsteuer).

Auch wenn noch immer viele Menschen in Deutschland keine gute Meinung über die EU haben, im Telekommunikationsbereich haben wir ihr viele Einsparungen zu verdanken. Die nächste Überprüfung der Telefongebühren durch die EU auf ihre zeitgemäße Höhe erfolgt im Sommer 2011.



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