Nach dem Streit zwischen dem Netzbetreiber T-Mobile und dem Internettelefonie-Anbieter “Skype” um die Nutzung von Voip in Mobilfunknetzen scheint sich nun eine Lösung abzuzeichnen: T-Mobile will ab Sommer per Option den Kunden erlauben, Skype oder andere Internettelefonie-Dienste im T-Mobile Netz zu nutzen. Diese Option soll in allen Combi- und Complete Tarifen buchbar sein und rund 10€ monatlich extra kosten.
Der Streit entstand, da T-Mobile sowie einige andere Mobilfunkanbieter es per Vertragsklausel verboten, Dienste wie Skype zu nutzen. Die Betreiber begründeten dies damit, dass diese Dienste extrem Datenintensiv seien und somit die Netze stark belasten würden. Ein Netzausbau wäre somit unumgänglich. Es gibt jedoch auch Netzbetreiber, die die Voip-Nutzung explizit erlauben, wie zum Beispiel der Münchner Netzbetreiber O2.
In Wahrheit geht es jedoch um ein ganz anderes Thema: Die Betreiber haben ernsthafte Angst, dass ihnen die Haupteinnahmequelle, die Telefonminuten, wegbrechen. Dienste wie Skype sind nur ein Bruchteil so teuer wie die Preise der Mobilfunkanbieter und oftmals sogar untereinander völlig kostenlos nutzbar. In Zukunft ist es also gut möglich, dass die Betreiber der Netze nur noch als Lieferant des Telefon- und Internetanschlusses auftreten, die Services wie Telefonminuten werden dann von anderen Anbietern ermöglicht.


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